Automobilindustrie im Focus

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Die deutsche Automobilindustrie ist im Vergleich zur amerikanischen mit den Chapter 11 bei GM sowie bei Chrysler “ und den Verkäufen von Saab, Jaguar bei Ford noch mit einem “ blauen Auge “ davon gekommen.

Trotzdem hat sich die Anzahl der Beschäftigten in dieser Branche signifikant reduziert in den letzen Jahren.

So gab es im im Januar 2008 noch 745.180 Beschäftigte

im Juli 2008 sogar 755.752 Beschäftigte laut dem Statistisches Bundesamt Stand 2009

Im Januar 2009  waren dann nur noch 739.715 Mitarbeiter beschäftigt,

und im Mai 2009 nur noch 724.634.

Die aktuellen Zahlen haben wir gerade nicht parat bzw. sind noch nicht veröffentlicht, jedoch ist die Boomindustrie Automobil zunächst mal in einem “ Ruhezustand “ so eine Art Wellness für die Branche. Also eine Gesundheitskur um den Patienten Auto wieder auf die Beine zu bekommen.

Andere nennen es gesundschrumpfen, andere sprechen von strukturellen Veränderungen.

Fakt ist, früher waren fast 1/7 aller Arbeitsplätze in Deutschland vom Auto abhängig. Doch die Abhänigkeit der Deutschen vom Auto geht weiter zurück. Bezogen auf die Gesamtanzahl aller Arbeitnehmer in Deutschland.
Und das ist auch gut so, denn Deutschland hat auch auf anderen Gebieten Chancen – fernab von der Fahrzeugtechnik und nicht jeder möchte bei Audi, Brose, Bosch und BMW, Mercedes äh Daimler arbeiten.

Auch wenn Audi, Porsche, BMW, Daimler und Volkswagen neben MAN, Bosch, Continental, ZF Friedrichshafen, der IAV und Mahle gerne in den “ Rankings “ oben erscheinen – auf der Suche nach den attraktivsten Arbeitgebern der jungen Absolventinnen und Absolventen.

Die Deutsche Wirtschaft und auch die Automobilindustrie sind gerade in einem weitreichenden Veränderungsprozess, um die Weichen für die nächsten  20 Jahre zu stellen.

Was sind die Felder der Zukunft für die Automobilindustrie ?

Zum einen, der Bereich e-mobility, der massgeblich auch von den Stromkonzernen wie der RWE vorangetrieben wird.  Ebenso mit an Bord sind die EWE,  Ballard Power mit Ihren Brennstoffzellen sowie die ehemalige RAG – heute Evonik, die ja schon wieder ihre Struktur verändert, nachdem das Kohleabkommen unter Dach und Fach ist, und man einen Investor mit eingebaut hat!

Wir sind felsenfest der Meinung, dass der Bereich Cleantechnology weiter an Fahrt gewinnen wird, und dass vermehrt junge Menschen in diesem Bereich arbeiten wollen,  so dass in 10 Jahren spätestens diese Branche  ( Cleantech umfasst u.a. den Bereich der alternativen und ressourcenschonenden Industrien wie der Brennstoffelle, der Solartechnischen Anlagen, der Hybrid Stromversorgung ) die Autoindustrie als Leitindustrie weitgehendst ablösen wird.  Oder aber ganz eng mit dieser kooperiert, wie gerade geschehen. RWE baut Stromtankstellen, Linde baut Wasserstofftankstellen … für Daimler, Smart und BMW.

BMW z.B. hat wohl gerade das  1 Millionste Fahrzeug mit „efficient dynamic “ Technologie vom Band gelassen, das heisst für uns auch, die Kunden sind soweit für umwelt und ressourcenschonende Techniken.

Hand auf´s Herz, zwei oder drei Automobilhersteller in Deutschland sind doch genug, wenn Sie dann global eine wichtige Rolle spielen, so wie es VW, BMW und Daimler tun.

Hätte Porsche nicht zu arg gezockt, dann wären Sie auch mit dabei gewesen, aber so sind Sie leider nur die 10´te Marke im VW Konzern.

Wir werden das Thema Auto auf alle Fälle für Euch weiter beleuchten, da sich hier vor allem für Ingenieure aus den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik sowie Fertigungstechniker grosse Karriere Chancen bieten, vorausgesetzt Sie finden die richtigen Stellen, die zu Ihnen passt :-)

Wir empfehlen so oder so den Blick auch zu spannenden Zulieferern zu richten, wie der „Auto Brose“ aus Coburg, die Euch einen perfekten Einstieg in die Welt der Mobilität bieten können.

Ich denke, dass der/die perfekte Ingenieur-in der Zukunft kennt sich sowohl bei den Strom und Energie – Themen aus, genauso wie in der Supply Chain und dann später beim Hersteller.

Oder was ist  Eure Meinung?