Ein Studium kann lohnenswert, aber auch teuer sein. Wie viel kostet das Studium – in Deutschland, Österreich oder England? Hier erfährst du mehr darüber, welche Studienkosten bei einem Studium im In- und Ausland auf dich zukommen können und wie du dein Studium finanzieren kannst.
Inhaltsübersicht:
Von diesen Faktoren hängen die Kosten für ein Studium ab
Wie viel kostet das Studium? Diese Frage ist nicht unwesentlich für junge Menschen, die über ein Studium nachdenken – über ein bestimmtes Studienangebot oder ein Studium im Allgemeinen. Verschiedene Faktoren haben einen Einfluss darauf, welche Kosten mit einem Studium verbunden sein können. Hier stellen wir dir die wichtigsten Aspekte vor.
Art der Hochschule: Staatlich oder privat
Es macht einen Unterschied, ob du an einer staatlichen Uni oder einer privaten Hochschule studierst. Studiengebühren gibt es in Deutschland im Normalfall nicht mehr, es fallen nur noch Semesterbeiträge an. Das gilt allerdings nur für staatliche Hochschulen. Das Studium an einer privaten Hochschule kann im Vergleich sehr teuer sein. Oft kostet es mehrere Tausend Euro im Jahr, manchmal auch mehr als 10.000 Euro jährlich.
Ein Studium verursacht dabei nicht nur für Studenten Kosten, sondern auch für den Staat. Wie viel kostet ein Studium den Staat? Im Schnitt sind es pro Studienplatz zwischen 6.000 und 12.000 Euro, bezogen auf Deutschland. Das gilt für staatlich finanzierte Hochschulen – bei privaten Unis ist der Staat nicht beteiligt. Deshalb sind die staatlichen Ausgaben für das Studium in Deutschland tendenziell höher als etwa in den USA oder Großbritannien, wo sich Hochschulen eher über hohe private Studiengebühren finanzieren.
Studiengang
Auch der Studiengang hat Einfluss auf die möglichen Studienkosten – direkt und indirekt. Je nach Art des Studiums können zum Beispiel Praktika vorgesehen sein, die Geld kosten können, wenn du dafür vorübergehend in eine andere Stadt ziehen oder pendeln musst. Auch Materialkosten und Kosten für die nötige technische Ausstattung können sich auswirken.
Studienort
Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Standort der Hochschule beziehungsweise der Ort, an dem du während des Studiums lebst. Mitten in einer Großstadt sind die Mieten wesentlich höher als in kleineren Städten oder auf dem Land.
Individuelle Lebensumstände
Es macht einen Unterschied, ob du als Student noch zu Hause wohnst, in einer WG lebst oder eine Wohnung mitten in der Stadt für dich allein hast. Wie groß deine finanziellen Belastungen im Studium sind, hängt auch davon ab, ob du nur für dich sorgen musst oder zum Beispiel ein Kind hast.
Lebensstil
Nicht zuletzt wirkt sich der Lebensstil darauf aus, wie viel ein Studium kostet. Das betrifft zum Beispiel dein Shoppingverhalten, Lebensmittel, Reisen oder Transportkosten. Hier kannst du besonders viel ausgeben – oder umgekehrt besonders viel sparen.
Wie viel kostet ein Studium durchschnittlich?
Wie viel kostet ein Studium in Deutschland pro Semester? Das lässt sich nicht pauschal sagen, denn es kommt auf die genannten Faktoren an. Im Internet kursieren verschiedene Zahlen, die die große Spannweite aufzeigen: Je nach Quelle kann ein Studium in Deutschland zwischen 600 und 1.900 Euro kosten – pro Monat, bezogen auf Studium und Lebensführung.
Bei der Frage „Wie viel kostet ein Studium in Deutschland?“ kommt es auf die unmittelbaren Studienkosten an. An einer privaten Hochschule betrifft das die Studiengebühren, die oft mehrere Tausend Euro pro Semester betragen. An staatlichen Universitäten entfallen Studiengebühren in den meisten Fällen. Auch dort werden jedoch Semesterbeiträge erhoben, üblicherweise einige Hundert Euro im Semester.
Hinzu kommen Kosten für Lernmaterialien wie Lehrbücher oder Skripte. Was du ausgibst, hängt davon ab, ob du dir solche Dinge eher neu oder gebraucht kaufst. Vielleicht gibt es auch kostenlose digitale Versionen, die du nutzen kannst. Möglicher Kostenpunkt: Einige Hundert Euro pro Semester.
Mögliche Kosten für Miete, Essen und Freizeit
Ein gewichtiger Faktor sind Lebenshaltungskosten. Das umfasst zum Beispiel die Miete, Kosten für Nahrungsmittel, Freizeit und Kleidung. Hier variieren die Kosten erheblich. In Großstädten wie Berlin, München oder Hamburg kann schon ein WG-Zimmer 400 bis 900 Euro im Monat kosten. Wer eine eigene Wohnung mieten möchte, zahlt entsprechend mehr.
Ebenso unterschiedlich fallen die Kosten für Essen aus. Es kommt darauf an, wie du dich ernährst, wie häufig du selbst kochst und ob du viel außer Haus isst. Im Schnitt kannst du mit 150 bis 400 Euro im Monat rechnen.
Die möglichen Kosten für deine Freizeitgestaltung sind noch variabler: Wenn du oft ins Kino gehst, dir ständig neue Klamotten kaufst oder dich abends gern in Kneipen triffst, brauchst du wahrscheinlich einige Hundert Euro hierfür im Monat. Bist du hingegen sparsam, hältst dich eher zu Hause auf und nutzt vorwiegend kostenlose Freizeitangebote, entstehen dir dafür wahrscheinlich keine nennenswerten Kosten.
Die Kosten für ein Studium in Österreich
Auch das Ausland kann für ein Studium interessant sein, besonders unmittelbare Nachbarländer wie zum Beispiel Österreich. Wer darüber nachdenkt, fragt sich aber womöglich: Wie viel kostet ein Jura-Studium in Österreich? Was zahle ich in Österreich, wenn ich dort Medizin oder BWL studieren möchte? Und wie viel kostet ein Architektur-Studium dort?
Die Kosten, die mit einem Studium in Österreich verbunden sein können, schwanken abhängig von verschiedenen Aspekten. Studiengebühren werden bei einem Studium in Österreich in der Regel nicht fällig, jedenfalls nicht an öffentlichen Universitäten.
Es kommt allerdings auch auf die Studiendauer an: Studierende aus der Europäischen Union müssen keine Studiengebühren zahlen, solange sie die Mindeststudienzeit plus zwei Toleranzsemester nicht überschreiten. Andernfalls werden rund 340 Euro pro Semester fällig. Grundsätzlich wird darüber hinaus ein sogenannter ÖH-Beitrag von rund 20 Euro im Semester verlangt. Ein Semesterticket kann noch hinzukommen; der Preis hängt vom Studienort ab.
Teurer wird es an Fachhochschulen und privaten Universitäten
An Fachhochschulen sind Studiengebühren üblich. Sie können pro Semester bei wenigen Hundert bis zu einigen Tausend Euro liegen. Dabei kommt es oft auch darauf an, aus welchem Herkunftsland ein Student oder eine Studentin stammt. Noch höher sind die Kosten für ein Studium in Österreich, wenn es an einer privaten Universität absolviert wird. Je nach Hochschule und Studiengang können die Kosten dort zwischen 5.000 und 25.000 Euro jährlich liegen.
Hinzu kommen grundsätzlich Kosten für Lernmaterialien. Wie hoch diese ausfallen, hängt auch vom Studiengang ab und davon, ob jemand diese Unterlagen neu oder gebraucht kauft. Preisfaktor: in der Regel bis zu 300 Euro pro Semester.
Wer über ein Studium in Österreich nachdenkt, muss auch die Lebenshaltungskosten berücksichtigen. Dazu zählen insbesondere Kosten für die Wohnung oder ein WG-Zimmer, für das Essen und die Freizeitgestaltung. Wie viel hierfür anfällt, ist von Student zu Student sehr variabel. Auch der Studien– beziehungsweise Wohnort spielt eine wichtige Rolle. In großen Städten wie Wien oder Salzburg sind die Mieten höher als in ländlichen Regionen und kleineren Städten. Wer Miete sparen möchte, kann in einem Studentenheim günstig wohnen.
Wie viel kostet ein Studium in der Schweiz?
Neben Österreich ist auch die Schweiz ein naheliegendes Land, wenn es um ein Studium im Ausland geht. Wie sieht es mit den Kosten für ein Studium dort aus? Wer in der Schweiz studieren möchte, muss mit höheren Studienkosten als in Deutschland oder Österreich rechnen. Dabei ist ein Studium dort in der Regel trotzdem wesentlich günstiger als in Ländern wie den USA oder Großbritannien. Auch hier gilt: Es kommt auf die Art des Studiums, die Hochschule, den Studiengang, den Studienort und die Lebensführung an.
In der Schweiz sind Studiengebühren üblich. Die Höhe hängt von der betreffenden Hochschule ab. Im Schnitt liegen die Studiengebühren in der Schweiz zwischen 500 und 2.000 Franken pro Semester. Mitunter sind die Studiengebühren für internationale Studierende höher. Das Studium an privaten Hochschulen in der Schweiz ist noch wesentlich teurer – hier können Gebühren von bis zu 40.000 Schweizer Franken pro Jahr verlangt werden.
Zu den Studiengebühren kommt der Semesterbeitrag hinzu: Er beträgt in der Regel zwischen 50 und 100 Schweizer Franken pro Semester. Für Lernmaterialien wie Bücher und Skripte müssen Studenten in der Schweiz noch einmal einige Hundert Franken jährlich einberechnen.
Vergleichsweise teuer ist ein Studium in der Schweiz nicht nur durch die Studiengebühren, sondern auch durch die hohen Lebenshaltungskosten, die für das Land typisch sind. Als besonders teuer gelten Städte wie Zürich und Genf. In kleineren Städten können Studenten hingegen etwas günstiger leben. Die Kosten für die Miete, zum Beispiel in einem Studentenwohnheim oder für ein WG-Zimmer, schwanken je nach Wohnfläche und Wohnort. Sie können bis zu 1.500 Franken monatlich ausmachen.
Für das Essen müssen Studenten noch einmal durchschnittlich 400 bis 800 Franken im Monat einberechnen. Eine Krankenversicherung ist Pflicht: Sie schlägt mit bis zu 400 Franken monatlich zu Buche. Hinzu kommen Kosten für den Transport, Bekleidung und die Freizeitgestaltung.
So viel kostet ein Studium im Ausland
Auch andere Länder können für ein Studium attraktiv sein. Ein Auslandsstudium sorgt für neue Erfahrungen und hilft dir, deinen Horizont zu erweitern. Du kannst dabei nicht nur deine Sprachkenntnisse vertiefen, sondern auch persönlich wachsen. Nicht zuletzt macht sich ein Studium im Ausland gut im Lebenslauf und ist damit ein Karrierefaktor. Bei der Überlegung, fürs Studium ins Ausland zu gehen, solltest du allerdings die möglichen Kosten im Blick behalten. Hier erfährst du, mit welchen Studienkosten du in bestimmten Ländern rechnen musst.
Wie viel kostet ein Studium in England?
Ein Studium in England ist vergleichsweise teuer. Das gilt besonders für internationale Studierende, denn die ohnehin nicht günstigen Studiengebühren sind für sie meist noch höher als für englische Studentinnen und Studenten. Je nach Uni und Studiengang musst du mit 10.000 bis 40.000 Pfund im Jahr rechnen. Das gilt besonders für begehrte Studiengänge wie Medizin oder BWL. Auch die Lebenshaltungskosten sind in England oft höher als hierzulande. Das gilt für Nahrungsmittel, aber auch für Mieten in teuren Städten wie London. Studienkredite, Nebenjobs oder Stipendien können helfen, finanzielle Lücken zu schließen.
Welche Studienkosten sind in den USA üblich?
In den USA zu studieren, kann sehr teuer sein, wobei es auf die Universität ankommt. Am erschwinglichsten ist die Ausbildung an öffentlichen Universitäten: Hier können die Studienkosten für internationale Studierende bei bis zu 40.000 US-Dollar pro Jahr liegen. Ein Studium an privaten Unis ist mit bis zu 60.000 Dollar pro Jahr hingegen deutlich teurer. Auch die Lebenshaltungskosten sind oft hoch. Hierfür müssen Studenten noch einmal bis zu 2.500 Dollar einplanen.
In den Niederlanden studieren: Mit welchen Kosten muss ich rechnen?
Fürs Studium ins Ausland zu gehen, muss nicht bedeuten, weit zu reisen. Auch unser Nachbarland, die Niederlande, können eine interessante Option für ein Auslandsstudium sein. Es gibt dort zwar Studiengebühren, sie sind aber mit derzeit rund 2.600 Euro pro Studienjahr günstiger als beispielsweise in England oder den USA. Hinzu kommen Kosten für Lernmittel, Miete und Lebenshaltungskosten. Wer Geld sparen möchte, zieht in ein Studentenwohnheim, wo die Miete mit durchschnittlich 300 bis 700 Euro im Monat günstiger ist als in einer WG oder einer Wohnung, die du für dich alleine hast.
Möglichkeiten und Tipps für die Finanzierung deines Studiums
Ein Studium kann viel Geld kosten. Zum Glück gibt es viele Möglichkeiten, die Kosten für die akademische Ausbildung zu stemmen. Hier findest du Tipps zur Finanzierung deines Studiums.
Unterstützung durch die Eltern
Neun von zehn Studenten werden von ihren Eltern finanziell unterstützt. Wer diese Möglichkeit hat, ist im Vorteil: Er muss keinen Nebenjob annehmen und kann sich auf sein Studium konzentrieren. Wer von seinen Eltern monatlich einen Zuschuss erhält, kann sich häufig ein komfortableres Studentenleben leisten als eine Studentin oder ein Student, der von zu Hause nichts oder nur wenig bekommt.
BAföG
Das Bundesausbildungsförderungsgesetz, besser bekannt als BAföG, richtet sich an Studierende, die wenig Geld zur Verfügung haben. Wer BAföG-berechtigt ist, erhält monatlich Geld vom BAföG-Amt. Die Hälfte davon ist ein Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. Die andere Hälfte ist ein zinsloses Darlehen. In der Regel entscheidet das Einkommen der Eltern darüber, ob Studierende BAföG bekommen können. Tipp: Über einen BAföG-Rechner im Internet kannst du deinen möglichen Anspruch schnell überprüfen.
Stipendien
Noch besser ist es für Studenten, wenn sie ein Stipendium ergattern können. Staatliche Träger, politische oder kirchliche Organisationen kommen dafür infrage. Ob ein Stipendium möglich ist, hängt häufig von den akademischen Leistungen, dem individuellen Talent oder aber sozialem Engagement ab. Es ist sinnvoll, sich über die Optionen zu informieren und sich im Zweifel einfach zu bewerben – mehr als abgelehnt werden kann die Förderung nicht.
Nebenjobs
Im Schnitt haben zwei von drei Studenten in Deutschland einen Nebenjob. Für die einen ist der Nebenjob zwingend, weil sie sonst nicht genug Geld zum Leben hätten. Andere Studierende möchten sich etwas hinzuverdienen, um finanziell etwas sorgloser leben zu können. Denkbar sind zum Beispiel Werkstudententätigkeiten oder Jobs in Gastronomie und Einzelhandel.
Sparsam leben
Der Druck, das nötige Geld aufzubringen, ist geringer, wenn du es schaffst, im Alltag zu sparen. Du kannst dir zum Beispiel eine günstige Bleibe suchen – etwa im Studentenwohnheim –, öfter mal selbst kochen oder Studentenrabatte nutzen.
Studienkredite
Wenn andere Optionen nicht infrage kommen, kann ein Studienkredit ein probates Mittel zur Finanzierung des Studiums sein. Beliebt sind Studienkredite von der KfW-Bank, die eine flexible Finanzierung ermöglichen. Nach dem Studium müssen sie mit Zinsen zurückgezahlt werden, weshalb sie für die meisten Studenten nur eine Notlösung sind.
Kosten für das Studium planen: Diese Aspekte sind wichtig
Egal, ob in Deutschland, Österreich oder England: Ein Studium kann für finanzielle Herausforderungen sorgen. Studiengebühren und Lebenshaltungskosten müssen über mehrere Jahre finanziert werden. Damit dein Studium nicht von Geldsorgen begleitet wird, ist eine frühzeitige und gründliche Finanzplanung empfehlenswert.
Vor deinem Studium solltest du dir einen Budgetplan erstellen. Du kannst dazu zum Beispiel ein Programm wie Excel nutzen oder eine spezielle Software für die Finanzplanung herunterladen. In deinem Budget solltest du deine (möglichen) Einnahmen und voraussichtlichen Ausgaben detailliert gegenüberstellen. Berücksichtige dabei Kostenpunkte wie Wohnen, Lebensmittel und Essen, Bekleidung und Freizeit.
Es ist sinnvoll, laufende Kosten im Blick zu behalten. Dafür bietet es sich an, eine Exceltabelle zu nutzen, mit einer Budget–App zu arbeiten oder ein Haushaltsbuch in Papierform zu führen. Wenn du alles aufschreibst, was du ausgibst – auch geringe Beträge wie etwa beim Bäcker –, hast du einen klareren Blick dafür, wohin wie viel Geld fließt.
Um das Studium finanziell stemmen zu können, kann es sich anbieten, sparsam zu leben. Dabei hast du verschiedene Möglichkeiten. Ein wichtiger Aspekt ist deine Wohnsituation. In einem Studentenwohnheim lebt es sich oft besonders günstig. Wenn du hingegen alleine oder zu zweit eine eigene Wohnung beziehen möchtest und in einer Großstadt lebst, wird es entsprechend teurer.
Beim Essen kannst du sparen, indem du dir günstige Speisen selbst kochst, statt oft essen zu gehen. Wenn du doch auswärts isst, ist die Mensa günstiger als ein Café oder Restaurant. Aus finanziellen Gründen, aber auch für mehr Nachhaltigkeit kann es sich anbieten, Dinge gebraucht zu kaufen. Das können zum Beispiel Lernmaterialien sein, aber auch Bücher, die du privat liest, Kleidung oder Einrichtungsgegenstände.
Studieren: Was und wo? So triffst du die richtige Entscheidung
Ob sich ein Studium lohnt, hängt in vielen Fällen auch davon ab, was es kostet. Vor der Entscheidung für oder gegen eine akademische Ausbildung fragen sich viele Studierende: Wie viel kostet ein Jura-Studium? Wie viel kostet ein Psychologie-Studium? Und wie viel kostet ein BWL-Studium?
Diesen Fragen solltest du im Detail nachgehen, um die besten Optionen auszuloten. Entscheidend ist, dass du etwas findest, wo Kosten und Nutzen in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen. Es kommt auch darauf an, wie viel Geld du für dein Studium aufwenden kannst und willst.
Eine grundlegende Entscheidung betrifft den Studienort. In Deutschland sind Studiengebühren weitgehend abgeschafft, was das Studium hierzulande vergleichsweise günstig macht. Trotzdem: Du musst dein Leben über mehrere Jahre finanzieren können. Ohne zahlungskräftige (und -willige) Eltern, einen Nebenjob oder BAföG kann das schwierig werden.
Relativ günstig ist ein Studium in vielen europäischen Ländern, zum Beispiel in Österreich oder den Niederlanden. In der Schweiz ist es schon teurer, auch wegen der hohen Lebenshaltungskosten dort. Tief in die Tasche muss greifen, wer in Großbritannien oder den USA studieren möchte. In England beispielsweise können rund 20.000 Euro Studiengebühren im Jahr anfallen und wer an eine Top-Uni in den USA geht, muss bis zu 70.000 US-Dollar pro Jahr dafür zahlen können.
Welche Perspektiven bietet ein bestimmter Abschluss?
Ein teures Studium kann dennoch lohnenswert sein, zum Beispiel, wenn du dir sicher bist, dass es der richtige Start für deine Karriere ist. Ein weiteres Argument für einen kostspieligen Studiengang kann der gute Ruf der Universität sein. Wer an einer renommierten Hochschule studiert, kann langfristig oft mehr verdienen und hat bessere Aussichten am Arbeitsmarkt. Dennoch: Gerade das Studium im englischsprachigen Ausland sorgt oft dafür, dass Absolventen beim Berufsstart einen Haufen Schulden haben. Das kann belastend sein – und ist bei einem Studium in Deutschland womöglich nicht der Fall.
Entscheidend ist letztlich, ob sich die Investition (voraussichtlich) lohnt und mit welchen beruflichen Perspektiven sie einhergeht. Es kann besser sein, in einem günstigeren Studienland zu studieren, wo die Qualität der Lehre hoch ist, wenn du genau weißt, was du später machen möchtest, als an eine Elite-Uni zu gehen, ohne einen klaren Plan zu haben.
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