Kreditkarte für Studenten: So findest du die beste Lösung

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Ein junger Student sitzt im Zug. Er hält ein Smartphone und seine Kreditkarte für Studenten in den Händen.

Kreditkarten für Studenten können praktisch sein, zum Beispiel bei einem Auslandsaufenthalt oder für internationale Buchungen. Doch wie findet man die beste Kreditkarte für Studenten? Welche Varianten gibt es? Und was sollte man beachten, um sich vor Verschuldung und Sicherheitsrisiken zu schützen? Hier erfährst du mehr.

Inhaltsübersicht:

Kreditkarte für Studenten: Praktisches Zahlungsmittel für bestimmte Situationen

Anders als die reguläre EC-Karte, bei der Zahlungen unmittelbar vom Konto abgebucht werden, wird die Zahlung bei Kreditkarten aufgeschoben: Die Abrechnung aller Ausgaben, die über die Kreditkarte getätigt wurden, erfolgt meist einmal im Monat. So entsteht kurzfristig ein gewisser finanzieller Spielraum.

Dieser Spielraum kann für Studenten mit unregelmäßigem Einkommen vorteilhaft sein. Studierende können mit einer Kreditkarte zum Beispiel online bestellen, etwa als Alternative zur Sofortüberweisung oder Paypal. Bei Reisen ins Ausland können Kreditkarten sogar unverzichtbar sein, zum Beispiel, um Hotels, Unterkünfte oder Flüge zu buchen.

Kreditkarten können außerdem praktisch sein, um die Kreditwürdigkeit zu fördern. Wer sie verantwortungsbewusst nutzt und stets zahlungsfähig ist, kann bessere Chancen haben, wenn es darum geht, einen Kredit zu beantragen – zum Beispiel für einen Hauskauf oder ein Auto.

Wer über eine Kreditkarte für Studenten nachdenkt, sollte sich der Risiken bewusst sein. Besonders für Menschen, die im Umgang mit Kreditkarten nicht erfahren sind, können sich Gefahren ergeben. Im schlimmsten Fall kann eine Kreditkarte zur Schuldenfalle werden. Durch hohe Zinsen kann eine Rückzahlung offener Beträge teuer werden, wenn fällige Summen nicht sofort ausgeglichen werden können. Umso wichtiger ist es, alle Ausgaben akribisch im Blick zu behalten und die eigene Kreditkarte bewusst zu nutzen.

Verschiedene Arten von Kreditkarten für Studierende

Es gibt unterschiedliche Arten von Kreditkarten für Studenten, die jeweils eigene Vor- und Nachteile mit sich bringen. Die gängigsten Varianten sind Charge-Kreditkarten, Prepaid-Kreditkarten und Debit-Kreditkarten.

Besonders verbreitet ist die Charge-Kreditkarte. Sie funktioniert so, dass alle Ausgaben zunächst angesammelt werden. Einmal im Monat werden diese Kosten von dem Girokonto abgebucht, das mit der Kreditkarte verknüpft ist. Zinsen fallen somit nicht an, sofern die Kreditkartenkosten fristgerecht beglichen werden. Dennoch bietet diese Art von Kreditkarte Studenten finanzielle Flexibilität: Größere Ausgaben sind möglich, auch wenn gerade nicht genug Geld dafür auf dem Konto ist – solange das Konto bis zur Abbuchung wieder mit dem nötigen Betrag gedeckt ist.

Eine Alternative sind Prepaid-Kreditkarten. Wie bei einem Prepaid-Handy muss so eine Kreditkarte aufgeladen werden, bevor sie genutzt werden kann. Damit ist eine Prepaid-Kreditkarte auf das entsprechende Guthaben begrenzt; höhere Ausgaben sind nicht möglich. Kreditkarten für Studenten mit Limit bieten eine maximale Kostenkontrolle, eine Schufa-Prüfung ist in der Regel nicht nötig. Zugleich ist die Gefahr einer Verschuldung gering. Solche Kreditkarten sind auch für Studenten ohne Einkommen interessant.

Außerdem gibt es Debit-Kreditkarten, die in ihrer Funktionsweise eigentlich eher der klassischen EC-Karte entsprechen. Die Umsätze werden dabei unmittelbar vom Girokonto des Karteninhabers abgebucht. Das sorgt für einen maximalen Überblick über die eigenen Ausgaben, ermöglicht allerdings keine Zahlungen, wenn gerade nicht genug Geld auf dem Konto ist. Dafür besteht nicht die Gefahr, sich durch zu viele oder teure Kreditkartenkäufe ungewollt zu verschulden.

Eine Kreditkarte für Studenten beantragen: So geht’s

Wer als Student eine Kreditkarte beantragen möchte, muss wissen, wie er dabei vorgeht – und welche Voraussetzungen gelten. Letzteres hängt vom Anbieter und der Art der Kreditkarte ab. Hier erfährst du, was auf dich zukommt, wenn du dir eine Kreditkarte zulegen möchtest.

In den meisten Fällen brauchst du einen Einkommensnachweis für den Antrag auf eine Kreditkarte als Student. Für Kreditkartenanbieter ist es wichtig, dass ihre Kunden kreditwürdig sind – dafür braucht es entsprechende Nachweise, die das belegen. Verschiedene Formen sind denkbar. Vielleicht bekommst du BAföG, hast einen Nebenjob oder wirst von deinen Eltern unterstützt. Wenn du ein gewisses monatliches Einkommen nachweisen kannst, stehen die Chancen gut, dass du eine Kreditkarte als Student bekommst.

Zur Prüfung der Kreditwürdigkeit gehört auch die Schufa-Auskunft. Die Bank oder ein anderer Kreditkartenanbieter wendet sich für eine Bonitätsprüfung an die Schufa. So wird klar, ob der Antragsteller seinen Zahlungsverpflichtungen in der Vergangenheit immer nachgekommen ist. Eine positive Schufa-Auskunft ist für viele Kreditkarten eine Grundvoraussetzung. Ohne positive Bonität kann als Alternative eine Prepaid- oder Debit-Kreditkarte infrage kommen.

Den Antrag selbst kannst du entweder bei der Bank persönlich oder – in den meisten Fällen – auch online stellen. Dafür gibst du deine persönlichen Daten in das entsprechende Formular ein und schickst die erforderlichen Nachweise mit. Häufig betrifft das einen Personal- oder anderen Ausweis, Einkommensnachweise und eine Studienbescheinigung. Wenn du den Antrag abgeschickt hast, prüft der Anbieter deine Kreditwürdigkeit. Wenn alles passt, bekommst du anschließend deine Kreditkarte zugeschickt. Manchmal ist auch eine Identitätsprüfung per Video- oder Post-Ident-Verfahren erforderlich, bevor die Kreditkarte ausgegeben wird.

Was kostet eine Kreditkarte für Studenten?

Viele Studentinnen und Studenten haben nicht allzu viel Geld zur Verfügung. Daher liegen kostenlose Kreditkarten für Studenten hoch im Kurs. Es gibt aber auch viele Kreditkarten, für die Jahresgebühren anfallen.

Für die Nutzung einer Kreditkarte kann je nach Anbieter eine Summe von bis zu 100 Euro im Jahr fällig werden. Häufig gibt es spezielle Konditionen für Studierende mit verringerten Jahresgebühren oder kostenlosen Angeboten. Es lohnt sich, verschiedene Angebote miteinander zu vergleichen, um die beste Kreditkarte für Studenten zu finden.

Relevant für die tatsächlichen Gebühren, die mit einer Kreditkarte für Studenten verbunden sind, sind auch Zinsen, die für offene Rechnungen anfallen. Das betrifft sogenannte Sollzinsen, die bei Kreditkarten mit Teilzahlungsfunktion fällig werden, wenn offene Rechnungen in Raten zurückgezahlt werden.

Die Zinssätze für Kreditkarten können bei etwa 15 bis 20 Prozent liegen. Das sollten Studierende beachten, da sich die tatsächlichen Kosten einer Kreditkarte für Studenten dadurch deutlich erhöhen können. Auch hier gilt: Es ist sinnvoll, mehrere Angebote zu vergleichen. Sollzinsen können zudem vermieden werden, indem offene Beträge immer rechtzeitig und vollständig bezahlt werden.

Geldabheben im Ausland kann teuer werden

Weitere Kosten, die im Zusammenhang mit einer Kreditkarte für Studenten anfallen können, sind Gebühren für das Abheben von Geld an Geldautomaten. Besonders, wenn die Kreditkarte für Studenten im Ausland genutzt wird, kann das teuer werden. Tipp: Manche Banken haben Partnerbanken in anderen Ländern, wo das Abheben günstiger oder sogar kostenlos sein kann.

Häufig verursacht das Abheben in einer Fremdwährung jedoch bis zu drei Prozent des Auszahlungsbetrags an Gebühren. Wer zum Beispiel seine Kreditkarte als Student im Auslandssemester nutzt, sollte sich im Vorfeld informieren, welche Gebühren für Transaktionen anfallen und ob es günstige Optionen gibt.

Verantwortungsbewusst mit der Kreditkarte umgehen: Tipps für Studenten

Eine Kreditkarte kann sich für Studierende lohnen, um bestimmte Ausgaben zu finanzieren. Im Vergleich zu EC-Karten bergen Kreditkarten jedoch ein erhöhtes Risiko, sich zu verschulden. Das gilt besonders für Kreditkarten für Studenten, bei denen die Beträge nicht unmittelbar vom Konto abgebucht oder von einem Guthaben abgezogen werden. Umso wichtiger ist ein verantwortungsbewusster Umgang mit der eigenen Kreditkarte, um Risiken zu minimieren.

Wichtig ist zum Beispiel, das eigene Budget im Blick zu behalten. Studierende sollten sich überlegen, wie viel Geld sie monatlich ausgeben können und wollen. Es macht Sinn, ein Limit für bestimmte Ausgaben festzulegen und alle Einkäufe zu notieren. Auch Apps von Banken können dafür nützlich sein, wenn sie einen Überblick über alle Käufe mit der Kreditkarte geben. Wer das regelmäßig kontrolliert, kann besser einschätzen, ob weitere Zahlungen möglich sind.

Es ist wichtig, die Gefahr einer Verschuldung bewusst zu senken. Hierfür ist es essenziell, offene Kreditkartenrechnungen immer sofort vollständig zu zahlen. Nur so können hohe Sollzinsen vermieden werden. Damit du an dem entsprechenden Tag genug Geld auf dem Konto hast, kannst du dir eine Erinnerung für die Zahlungsfrist stellen. Oder du wählst gleich eine Kreditkarte, bei der die Zahlungsbeträge sofort vom Konto abgebucht werden.

Schütze dich vor Betrug

Auch die Sicherheit ist wichtig, wenn du eine Kreditkarte als Student nutzt. Bewahre deine Kreditkarte immer an einem sicheren Ort auf. Wichtig: Falls du dich an deinen PIN-Code erinnern musst, solltest du nie einen entsprechenden Zettel zusammen mit der Karte aufbewahren. Im Fall eines Verlusts oder Diebstahls hätten Betrüger sonst leichtes Spiel.

Bei Online-Zahlungen ist eine verschlüsselte Verbindung empfehlenswert. Auch Zwei-Faktor-Authentifizierungen sind eine sinnvolle Sicherheitsvorkehrung. Prüfe außerdem deine Kreditkartenabrechnungen immer genau, um mögliche Unregelmäßigkeiten zu erkennen. Falls du deine Kreditkarte verlierst, wende dich möglichst schnell an die Bank oder den betreffenden Anbieter, um die Karte sperren zu lassen.

Mögliche Alternativen & Ergänzungen zur Kreditkarte für Studierende

Eine Kreditkarte ist für Studenten bei weitem nicht die einzige und manchmal auch nicht die beste Lösung. Es gibt Alternativen und Ergänzungen, die sich anbieten können, um Zahlungen zu tätigen, Ausgaben zu steuern und die eigenen Finanzen im Blick zu behalten.

Debitkarten in Form der üblichen EC-Karten sind für den Alltag ein unverzichtbares Zahlungsmittel. Sie sind eine sichere Lösung: Bei Käufen mit der Debitkarte wird der entsprechende Betrag direkt vom Konto abgebucht. Das unterscheidet EC-Karten von Kreditkarten, deren Käufe meist einmal im Monat in Rechnung gestellt werden.

Mit einer Debitkarte hast du den besseren Überblick: Du kannst jederzeit deinen Kontostand einsehen und weißt, dass keine vergessenen Ausgaben lauern. Das hilft dir dabei, nur so viel Geld auszugeben, wie du auch tatsächlich zur Verfügung hast. Zugleich werden Debitkarten in fast allen Geschäften und Restaurants akzeptiert. Auch online kannst du damit in der Regel problemlos zahlen, etwa per Sofortüberweisung.

Ausgaben mit Finanz-Apps im Blick behalten

Viele Banken bieten Studierenden spezielle Studentenkonten zu günstigen Konditionen an. Meist fallen keine Gebühren für die Kontoführung an. Dabei stehen dir dennoch alle wichtigen Funktionen zur Verfügung, von Überweisungen bis zur mobilen Zahlung über das Handy. Auch Extras wie kostenlose Abhebungen von Bargeld oder attraktive Partnerangebote können inklusive sein.

Um deine Ausgaben im Blick zu behalten, können sich Finanz-Apps lohnen. Mit entsprechenden Apps kannst du zum Beispiel dein Budget planen, Ausgaben in Kategorien unterteilen und alle Transaktionen live verfolgen. So hast du einen Überblick über sämtliche Einnahmen und Ausgaben – perfekt, um finanziell zu planen und dich vor einer Verschuldung zu schützen.

Fazit: Die beste Kreditkarte für Studenten finden

  • Kreditkarten für Studenten können eine nützliche Ergänzung zur Debitkarte sein, zum Beispiel für Urlaube oder ein Auslandssemester. Sie bieten Flexibilität und können hilfreich sein, um größere Ausgaben zu finanzieren.
  • Die Konditionen für Kreditkarten für Studierende können sich ebenso unterscheiden wie die Gebühren, die für die Nutzung anfallen. Es lohnt sich, verschiedene Angebote miteinander zu vergleichen.
  • Studierenden stehen verschiedene Kartentypen zur Auswahl, darunter insbesondere Charge-Kreditkarten, Prepaid-Kreditkarten und Debit-Kreditkarten. Informiere dich über die unterschiedlichen Varianten, um die beste Kreditkarte für Studenten zu finden.
  • Es ist wichtig, verantwortungsvoll mit einer Kreditkarte als Student umzugehen, um eine Verschuldung oder andere finanzielle Nachteile, aber auch Sicherheitsrisiken zu vermeiden.
  • Um Ausgaben zu steuern und Einnahmen und Zahlungen im Blick zu behalten, kann sich eine Finanz-App anbieten.

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