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Versicherer unter Druck wegen HMI – auch bei Bewerbern?

Die letzten Wochen hat das Münchener Unternehmen ERGO einiges an Druck bekommen aus den Medien. Denn wer die Sause der HMI Mitarbeiter in einem “zum Puff” umgebauten Therme (Gellert-Therme in Budapest) verfolgt hat, der weiss, dass eine Image Kampagne nun Not tut. Denn wer will denn bei der ERGO oder bei deren Schwester Versicherungen noch einen private Rentenversicherung vergleich machen, wenn er weiss, dass die Provionskohle versoffen und verhurt wird, wie die BILD Zeitung berichtete.
Die Hamburg-Mannheimer International (HMI) gehört zur Münchener Ergo-Gruppe, einem Deutschen Versicherungsgiganten mit 20 Millionen Kunden in Deutschland. Die zur Münchener Rück gehörige Ergo-Gruppe kommt auf einen Umsatz von rund 20 Milliarden Euro per annum.

Doch zurück zum Thema Image, wir wissen aus gut informierten Online Kreisen, dass alle Image Massnahmen, die für dieses Jahr geplant waren nach Bekanntgabe der HMI -Party zunächst mal gestoppt wurden. Auch die laufende TV und Image Kampagne wurde gestoppt, da man diese anzügliche Situation erst einmal hinter sich bringen wollte. Und Zeit heilt da bekanntlich alle Wunden. So kann sich auch fast keiner mehr an den Spruch von Norbert Blüm erinnern, der sagte: Die Rente ist sicher , oder? Und wenn dann die medialen Wogen verebbt sind, da wird man sich bei der HMI und bei der Ergo Gedanken machen müssen, wie man sein “neues Versicherungs-Image” gestaltet, ein Image, welches Kunden, Bewerberinnen und Bewerber anziehen soll. Denn Versicherungen haben immer das Problem genug Nachwuchs zu bekommen – gerade im Sales Bereich, wie wir wissen. Denn das ist der entscheidende Bereich für Versicherer – Vertrieb, Vertrieb, Vertrieb. Denn nur mit einer starken Vertriebsmannschaft kann man genug Rentenversicherungen, Krankenversicherungen und Co. an die Frau/den Mann bringen. Auch ein Grund, warum es solche Sausen, wie die in Budapest gibt – um den Vertrieb bei Laune zu halten. Denn nur ein gut gelaunter Vertrieb bringt auch gute Leistung.

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Einen Job zum Dessert

In vielen Berufen, vor allem in den Berufen mit Außenwirkung (Sales, Marketing, Event Management) ist es üblich, dass man sich vor einem Bewerbungsgespräch unter vier Augen kennenlernt. Dh. man trifft sich mit dem potentiellen Vorgesetzten z.B. dem Vertriebsleiter, dem Marketingleiter – der für alle Sales Jobs verantwortlich ist – auf:

  • einen Kaffee
  • ein Dessert, einen Kuchen
  • oder sogar zu einem Business Lunch oder Business Dinner

Studentin

Doch was sind die Gründe für solch eine Art von Bewerbungstreffen in der Gastronomie? Die Gründe sind vielfältig, zum einen will der oder die Vorgesetzte sehen, welche Manieren, bzw. welche Tischmanieren der oder die Bewerberin hat. Zum anderen will man sehen, wie freundlich, zuvorkommend und mit Anstand sich der Bewerber (m/w) mit dem Personal, anderen Gästen oder auch der Toilettenfrau umgeht. Flirtet er viel, ist er höflich und charmant und vor allem kann man Ihn auf Kunden loslassen. Denn wenn ein Bewerber zu aggresiv ist und mit allen im Umkreis flirtet, dann ist das auch nicht gut für das Geschäft. Denn es könnte ja dem Gegenüber peinlich sein, weil er nie eine Lady oder einen Herrn abbekommt. :-(

Ein weiterer Grund warum man Bewerbungsgespräche für Sales Jobs gerne in Hotels, Kaffees oder Bistro´s abhält ist folgender. Vielfach hat der Sales- und Vertriebschef ja vor, dass er seine Mannschaft mit einem oder einer neuen Kollegin aufmischt und verjüngt. Und das will er erst verkünden, wenn es denn soweit ist. Also trifft man sich besser anonym in einem Hotel bevor man den ersten offiziellen Termin mit der HR- und Personalabteilung abhält. Denn gerade im Vertrieb (siehe auch Wikipedia) ist es so, dass die Entscheidung der Einstellung nur und zwar fast ausschliesslich über die Fachabteilung läuft, denn wenn ein Vertriebsmann oder eine Vertriebsfrau nicht performt, dann kann man Sie lockerer kündigen – als dies in anderen Abteilungen der Fall ist.

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