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Daimler und RollsRoyce schnappen sich Tognum

So wie es aktuell die Nachrichtenlage hergibt kauft die Merger-Gemeinschaft Daimler und die Britische RollsRoyce plc den Flug- und Schiffsmotorenbauer Tognum aus Friedrichshafen am schönen Bodensee. (Daimler und Rolls-Royce haben den Aktionären des Motorenbauers Tognum am Dienstag offiziell ihr aufgestocktes Übernahmeangebot vorgelegt.

Tognum Jobs & Karriere - die talent night
(Quelle: Tognum.de)

Der schwäbische Autobauer und der britische Motorenhersteller erhöhten ihre Offerte von 24 Euro auf 26 Euro je Aktie. Die Aktionäre haben nun bis 1. Juni 2011 um Mitternacht Zeit, dem Bieterduo ihre Papiere anzudienen.) Doch wer ist die Tognum, bzw. wer steckt dahinter und was hat dies mit der mächtigsten schwedischen Familie den Wallenbergs zu tun? Und warum hilft dies bei Jobs?

Laut Comdirect.de ist:

Die Tognum AG ist ein technologisch führender weltweiter Anbieter von schnelllaufenden, leistungsstarken Dieselmotoren und kompletten Antriebssystemen für Schiffe, schwere Land- und Schienenfahrzeuge, Industrieantriebe (“Off-Highway-Anwendungen”) und dezentrale Energieanlagen. Zusätzlich stellt Tognum Elektroniksysteme, Gasmotoren und -turbinen, Einspritzsysteme und Gelenkwellen sowie dezentrale Energieanlagen auf Gasmotoren- bzw. Brennstoffzellen-Basis her. Das Geschäft ist in die drei Segmente Engines, Onsite Energy & Components sowie Distribution unterteilt. Mit 25 vollkonsolidierten Tochtergesellschaften und über 1.200 Service- und Händlerstützpunkten ist der Konzern in 130 Ländern auf allen Kontinenten aktiv. Produktions- und Montagestätten unterhält Tognum in Deutschland, in den USA und in China.

Seit 100 Jahren Erfahrung im Motorenbau

Die heutige Tognum AG wurde am 30. Mai 2007 ins Handelsregister eingetragen. Sie ging aus der am 28. November 2005 unter dem Namen Teutates Vermögensverwaltung GmbH gegründeten Vorratsgesellschaft hervor, die nach Sitzverlagerung im Oktober 2006 in Tognum Group Holding GmbH umfirmiert wurde. 2005 war ein Private-Equity-Fonds (EQT IV Fonds) in die bislang geschäftslose Gesellschaft eingestiegen und hatte hierin den von der DaimlerChrysler AG gekauften Geschäftsbereich DaimlerChrysler Off-Highway eingebracht. Die Wurzeln der Tognum reichen damit knapp 100 Jahre zurück. Seit 1909 wurden in Friedrichshafen Motoren für Zeppeline gebaut. 1923 folgte dann der Bau von Hochleistungs-Dieselmotoren.

Im Juni 2007 beschloss die Gesellschaft den Gang an die Börse. Das Grundkapital bestand zu diesem Zeitpunkt in Höhe von 120,025 Mill. Euro. Im Zuge des IPO (Initial Public Offering) bot die Gesellschaft 86,25 Mill. Aktien im Nennwert von einem Euro einer breiten Öffentlichkeit zur Zeichnung an. 11,35 Mill. Aktien davon stammten aus einer am 25. Juni beschlossenen Kapitalerhöhung. 63,65 Mill. Aktien stellte der abgebende Aktionär zur Verfügung. Weitere 11,25 Mill. Aktien aus dem Eigentum des abgebenden Aktionärs konnten im Hinblick auf eine eventuelle Mehrzuteilung (Greenshoe) gezeichnet werden. Die Preisspanne lag zwischen 22,00 Euro und 26,00 Euro. Das Angebot begann am 19. Juni 2007 und endete am 29. Juni 2007. Der Emissionspreis wurde auf 24,00 Euro festgesetzt. Die Notierungsaufnahme der Aktien im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgte am 2. Juli 2007. Der erste Preis wurde mit 24,00 Euro festgestellt. Der Emissionserlös in Höhe von brutto 272,4 Mill. Euro sollte zur Verbesserung der Eigenkapitalquote und zum Schuldenabbau verwendet werden.

Da wir aber Spezialisten für Job und Karriere sind, wollen wir Euch mal ein paar Hintergründe zu den Beteiligten Playern geben. Denn nicht jedem werden diese Unternehmen etwas sagen. Wir starten mit der Daimler AG an, die Daimler ist die ehemalige Mercedes-Benz bzw. – Daimler Chrysler mit Ihrem Sitz in Stuttgart früherer Inhaber unter anderem auch der Holländischen Flugzeugbauers Fokker, der leider in die Insolvenz wanderte, obwohl er ganz tolle Business Jets und Propelller Flugzeuge herstellte. Auch dies war in der Sparte Off-Highway angesiedelt ähnlich wie die Motorenbau Division für Schiffe und Zepeline, die man dann an EQT verkaufte.

EQT ist der Investment Fonds der oben schon erwähnten schwedischen Industriellen Familie Wallenberg, der Investor AB, welche unter anderem an Ericsson, Volvo und an der SEB Bank beteiligt sind  – Wikipedia sagt:

EQT Partners AB ist eine in Nordeuropa und Asien tätige Investmentgruppe (Private Equity) mit dem Hauptsitz in Stockholm. Sie wurde 1994 von der schwedischen Investor AB gegründet und befindet sich heute noch zu 31% in deren Besitz. Die übrigen 69% werden über die EQT Partners BV von den Partnern des Unternehmens gehalten.

Der Fonds Investor AB wurde im Jahre 1916 von der  schwedischen Familie Wallenberg gegründet. Dieser Fonds hält unter anderem signifikante Anteile an folgenden weltbekannten Unternehmen:

  • ABB
  • Atlas Copco
  • AstraZeneca
  • Electrolux
  • Ericsson
  • Gambro
  • Husqvarna
  • EQT
  • IBX
  • Saab
  • Scania (verkauft März 2008 an VW)
  • SEB

Es gibt auf dem Markt Gerüchte, dass ca. 40 Prozent der Marktkapitalisierung der schwedischen Industrie durch die Wallenbergs bzw. teilweise indirekt durch Investor AB kontrolliert wird. Dh. in Schweden geht ohne diese Familie Wallenberg gar nichts.

In Deutschland sind Sie außer mit Ihren Direkten Beteiligungen nur aktiv bei Industrie-Unternehmen, die sich zu den regionalen oder -Weltmarktführern zählen. So z.B. bei Carl Zeiss Vision (dem Augenoptik-Geschäft von Carl Zeiss), Leybold Optics – Die Firma Leybold Optics GmbH ist ein Unternehmen der Vakuumtechnologie und optischen Feinmechanik und gehört dabei zu den weltweiten Marktführern. Weiterhin halten Sie Beteiligungen an der  Kabel BW (Die Kabel Baden-Württemberg GmbH & Co. KG, mit Sitz in Heidelberg ist der Betreiber der meisten Breitbandkabelnetze für die Fernsehverteilung in Baden-Württemberg und dort nach der Deutschen Telekom die Nummer zwei beim Netzzugang zu den Haushalten mit Gesamt ca. 800 Mitarbeitern) und SAG-Gruppe, die als herstellerunabhängiger Service- und Systemlieferant für Strom-, Gas-, Wasser- und Telekommunikationsnetze sowie für Anlagen rund um die Erzeugung, Bereitstellung und Anwendung von Energien und Medien tätig ist und mit 8300 Mitarbeitern ca. 1 Mrd €uro Umsatz macht..

Dies bedeutet aber auch, dass man über Kontakte zur Familie Wallenberg sicher einen Job in Schweden und teilweise auch in Deutschland bekommen kann. :-)

Und zur Not hilft es, wenn man die Hintergründe kennt und weiss wer zu wem gehört. Denn dies wird oftmals bei Bewerbungsgesprächen abgefragt, wie wir wissen.

p.s. und wer mehr über Schweden und das Land wissen möchte, der kann hier im Schweden Reiseführer erfahren.

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Wo sind die Jobs?

Jeder Bewerber fragt sich auch mal strategisch, wo sind die Jobs? Damit er entscheiden kann in welcher Industrie er/sie arbeiten möchte.

McKinsey die Unternehmensberatung weiss es, zumindestens in den USA.

Hier ist die Antwort, wo sind die Jobs?!
US-Jobs

( found via facebook on the MyKinsey quarterly ) Deutsche Jobs und Stellenangebote findet Ihr auf Spirofrog.de

Wer noch mehr wissen will, der kann sich folgendes essay auf facebook.com auch mal durchlesen.

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