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Starke Arbeitgebermarken gewinnen

Wer in München, Hamburg, Berlin oder Wanne-Eickel ein Restaurant oder eine Bar betreibt, der steht vor demselben Problem: Starke Marken gewinnen und vor allem Starke Arbeitgebermarken gewinnen. Denn nicht nur die Arbeitgebermarke BMW, Daimler, BASF und Bayer müssen gepflegt werden, sondern auch die Arbeitgebermarke “bei Rosi” – das “Lindwurmstüberl” oder der “Blaue Bock”, denn auch hier gilt: Mitarbeiter sind die Seele des Hauses. Was nutzt das beste Schnitzel, wenn der Service mehr als bescheiden ist, dann geht kein Mensch mehr hin :-) .

Frau Mann

Also haben schon frühzeitig die Hotel-, Restaurant und Gastro-Industrie erkannt, dass man nicht nur für seine Marke werben muss sondern auch für seine Arbeitgebermarke, damit man auch immer genügend Nachwuchs in Küche, Service und mis en place hat.
Und das empfehlen wir Ihnen auch, wenn Sie ein kleineres oder mittlerers Unternehmen aus dem Mittelstand sind, denn wer Sie nicht kennt, der kauft Ihre Produkte und Lösungen nicht, und erst Recht bewirbt Er/Sie sich nicht. Das liegt vor allem an der Strahlkraft der Marke. Und diese Marke müssen Sie hegen und pflegen und dazu gehört auch, dass Sie attraktiv sind für Frauen, Männer, ethnische Sozial-Gruppen und bei Meinungsträgern.

Beispiel Frauen:
Versuchen Sie doch mal als Arbeitgeber im Mittelstand, der hot spot für junge Frauen zu werden, also der Arbeitgeber, bei dem Frauen gerne arbeiten wollen – vor allem weil Sie “echte” Aufstiegschancen haben. In Deutschland ist einzig und allein im Service- und Dienstleistungsbereich die Quote bei 40 % in den Führungsetagen. Wenn Sie das ändern, dann können Sie positiv auffallen in Ihrer Branche, denn das spricht sich herum.

Wie werde ich der Arbeitgeber für Frauen?
Dazu findet man eine wunderbare Zusammenfassung und Tipps beim saatkorn, dem Blog von Gero Hesse.

Wichtiges Merkmal sollte unserer Ansicht nach, die Vereinbarkeit von Famile und Beruf sein. Dies können Sie aber doch ganz einfach selbst über Betriebliche Massnahmen steuern.
Und denken Sie um, lassen Sie den Begriff “Quotenfrauen” weg, denn es sind “Leistungsfrauen”, denn Leistungerechtigkeit muss voraussgesetzt sein. Ansonsten verstossen Sie ja wohl wieder gegen das AGG, und das macht nicht wirklich Sinn, oder? Werben Sie doch lieber mal damit, wie hübsch und erfolgreich Ihre Mitarbeiterinnen sind, natürlich mit einem Augenzwinkern. Denn es gilt immer noch: Licht lockt Leute

Was macht man als Arbeitgeber (hier Shell) um sexy für Frauen zu werden?

Laut Saatkorn:

* fokus auf weibliche role models im recruiting mit testimonials
* recruiting veranstaltungen speziell für frauen wie zum beispiel women@work
* werbemittel, die speziell frauen ansprechen
* regelmäßige analysen und controlling des recruiting-erfolges bei frauen
* „female shortlist“ bei allen auswahlprozessen
* female recruiting coordinator
* interview-ausbildung mit dem ziel, für diversity-themen zu sensibilisieren

Doch diese Vorschläge müssen Sie auf Ihr Arbeitsgeberimage adaptieren, denn diess Vorgehensweise passt nicht zu jedem Arbeitgeber. Sprechen Sie doch am besten mal mit ein paar Mitarbeitern aus unterschiedlichen Hierarchien und mit Bewerbern. Was wollen diese und wie kann ich diese für uns begeistern? Was macht Sie zum Arbeitgeber für Frauen, was können Sie bieten?

Fazit Personalmarketing und Employer Branding:

Der Fachkräftemangel kann und muss über die Integration aller Talente in Deutschland geschehen und dazu gehören ethnische Minderheiten genauso dazu wie Frauen.
In der Service Industrie ist man immerhin schon soweit, dass 40 % der Führungspositionen durch Frauen besetzt sind, weil hier wohl der Aufstieg leichter ist. Doch wenn man sich die heutige Debatte zur Quotenregelung der Bundesregierung anschaut, dann weiss man auch, dass nur 2,5 % der Führungspositionen in den 200 größten Unternehmen durch Frauen besetzt sind, und das ist herzlich wenig, wir wir meinen. In anderen Ländern mit Quote wie z.B. Norwegen ist diese deutlich höher. Kümmern Sie sich darum, dass Ihre weiblichen Talente nicht in die Kind-Karriere Falle geraten und dass Männer wie im oberen Bild auf Sie herabschauen. Gleiche Augenhöhe ist wichtig. Vergessen Sie Frauen Netzwerke, denn die Männer Netzwerke geben immer noch den Ton an, also sollten Sie auch da positioniert sein. Am besten mit einer starken Frau aus dem Vorstand. Das macht Sie für weibliche Talente noch interessanter. :-)

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