Elektro Fahrräder ! Palmer der Tübinger OB hat eines
Hier was schickes aus dem Bereich Elektro Fahrräder.. im Übrigen fährt der OB von Tübingen eines!
Quelle: manager-magazin.de, 29. März 2008, 11:57 Uhr
E-BIKES
Unter Strom
Früher galten Elektrofahrräder ganz klar als Accessoire für Rentner oder Leute, die nicht gut zu Fuß waren.
Doch das hat sich geändert: Seit einigen Jahren werden die getunten Zweiräder auch bei jüngeren Leuten immer beliebter. Kein Wunder.
Schließlich hat sich technisch eine Menge getan.
Bremen/Erkrath – Manchmal entsteht ein Trend – und niemand weiß so recht, warum.
Ein Beispiel dafür ist die steigende Beliebtheit der Elektrofahrräder, auch Pedelecs oder E-Bikes genannt. Denn grundsätzlich wird das Fahrrad immer noch als Fitnessgerät gepriesen, als Hilfsmittel zur körperlichen Betätigung und Verbesserung der Gesundheit. Elektrofahrräder jedoch zielen im Prinzip in eine gegensätzliche Richtung: Hier übernimmt die Kraft der Elektromotoren einen Teil der Arbeit.
Tatsächlich gibt es aber einige Gründe, die für solche Fahrräder mit Hilfsmotoren sprechen.
Wie sehr die Beliebtheit der Elektrofahrräder gestiegen ist, zeigen die Zahlen mehr als deutlich: “Im Jahr 2007 hat sich in Deutschland die Zahl der verkauften Elektrofahrräder von 20 000 auf 40 000 verdoppelt”, sagt Siegfried Neuberger vom Zweirad Industrie-Verband (ZIV) in Bad Soden im Taunus. “Dieser Trend wird sich im Jahr 2008 sicher fortsetzen.”
Ähnlich optimistisch zeigt sich Oliver Hensche, Verkaufsleiter des Fahrradherstellers Giant Bikes in Erkrath: “Wir erwarten, dass es die nächsten drei Jahre so weitergeht.” Bereits 2010 würden in Deutschland rund 100.000 Elektrofahrräder verkauft werden.
Dass Deutschland keine Ausnahme ist, bewiesen Zahlen aus den Niederlanden. “Dort sind die Verkaufszahlen im Jahr 2007 um 260 Prozent gestiegen.” Allerdings ist Elektrofahrrad nicht gleich Elektrofahrrad – und die Varianten sind unterschiedlich beliebt.
Unterschieden wird laut ZIV zwischen Pedelecs und E-Bikes. Bei den Pedelecs unterstützt die Kraft von Elektromotoren den Fahrer lediglich: Das Aggregat darf eine sogenannte maximale Nenndauerleistung von höchstens 250 Watt haben, die Höchstgeschwindigkeit darf mit Motorhilfe 25 Stundenkilometer (km/h) nicht überschreiten.
Das Zweirad wird dann weiter als Fahrrad eingestuft – eine Versicherung oder ein Führerschein sind nicht erforderlich.
Anders sieht es bei den E-Bikes aus, die im Sinne der Straßen-Verkehrs-Zulassungsordnung (StVZO) als Leichtmofas gelten.
Die Leistung des Motors wird über einen Drehgriff am Lenker abgerufen, wie es auch bei Motorrädern üblich ist. Der Motor darf bis zu 500 Watt leisten, die Höchstgeschwindigkeit 20 km/h betragen. Zum Fahren ist eine Betriebserlaubnis nötig, außerdem wird ein Versicherungskennzeichen verlangt.
Immer leichtere Batterien
Im Hinblick auf den Trend spielen diese E-Bikes jedoch kaum eine Rolle: Der ist vor allem den Pedelecs zu verdanken – und der weiterentwickelten Technik. Die hat nämlich große Fortschritte gemacht, was wiederum in erster Linie an den Akkus liegt. “Moderne Akkus mit Lithium-Technik haben die bisherigen Akkus bei fast allen Modellen abgelöst”, sagt Christoph Rasch vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) in Bremen. “Diese Akkus wiegen bei gleicher Kapazität viel weniger und sind inzwischen sogar billiger.”
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So haben Akkus laut Oliver Hensche vor einem Jahr noch rund 4,5 Kilogramm gewogen. “Heute sind es etwa 2,5 Kilogramm pro Akku.” Wichtig ist dies allerdings nicht nur für das Fahrradgewicht. Denn die Akkus sind nicht nur während der Fahrt an Bord – sie müssen auch aufgeladen werden.
Wer sie dann vom Abstellplatz des Pedelecs in die Wohnung schleppen muss, wird für die Gewichtseinsparung dankbar sein. Einige Konstrukteure verstauen die Akkus auch fest im Rahmen des Fahrrads: Beim Kauf muss also überlegt werden, ob es einen Standplatz gibt, der über eine Steckdose verfügt, damit das Pedelec zum Akku-Laden angeschlossen werden kann.
Auch die Reichweite der Akkus wurde nach Angaben der Hersteller erhöht – je nach Modell
werden bis zu 130 oder gar 160 Kilometer versprochen, die mit einer Akkuladung gefahren werden können.
Solche Versprechen sollten laut Christoph Rasch jedoch genauer unter die Lupe genommen werden: “Die Reichweite einer Akkuladung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehört die Kapazität des Akkus, angegeben in Ampérestunden (Ah), das Höhenprofil der Strecke, das Fahrergewicht, das Gepäck, die Außentemperatur oder auch der gewählte Unterstützermodus.”
Meist ist nämlich einstellbar, wie intensiv der Motor das Treten unterstützt. Bei den ganz jungen Fahrern sind Pedelecs allem Trend zum Trotz jedoch noch nicht beliebt. Das Image des Elektroradlers im Alter von 70 plus stimmt aber ebenfalls nicht mehr.
Die Kundschaft findet sich vielmehr im Bereich der Endfünfziger oder jungen Sechziger.
Käufer schätzen den Anbietern zufolge die Möglichkeit, trotz körperlicher Einschränkungen noch längere Radtouren machen zu können. Und sie sind bereit, dafür auch vergleichsweise hohe Summen auszugeben:
Laut Siegfried Neuberger beginnen die Preise im Fachhandel bei etwa 1500 Euro, es können aber auch mehr als 3000 Euro ausgegeben werden.
Die Hersteller selbst träumen jedoch bereits von einer wesentlichen jüngeren Kundenschar: Giant wird daher laut Oliver Hensche im September ein betont sportliches Pedelec mit Kettenschaltung auf den Markt bringen. Bleibt allein die Frage, ob sportliche Radfahrer Wert auf die Hilfe eines Elektromotors legen.
Infos zu Pedelecs
Pedelec – Der Unterschied liegt im Detail Pedelecs verfügen durchweg über einen Elektromotor – die Antriebskonzepte sind laut dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) in Bremen jedoch unterschiedlich. Ein Nabenmotor im Vorderrad gilt als einfachste Lösung. Wichtig ist, dass Rahmen und Gabel die höheren Kräfte verkraften. Ein Nachteil ist das gewöhnungsbedürftige Fahrverhalten: Beim Beschleunigen kann das Vorderrad auf nassem oder sandigem Untergrund wegrutschen.
Ebenfalls möglich ist ein Nabenmotor im Hinterrad – er lässt sich mit einer Kettenschaltung kombinieren, nicht aber mit einer Rücktrittbremse. Solche Pedelecs sind jedoch hecklastig.
Dritte Möglichkeit ist ein Zentralantrieb mit Motor hinter dem Tretlager. Diese Ausführung ist technisch aufwendig und teuer und erfordert einen speziellen Rahmen. Eine Rücktrittbremse ist ebenfalls nicht möglich, und der Radstand wird größer.
Quelle: Heiko Haupt, dpa
Flott unterwegs: Die neuen Pedelecs und E-Bikes!
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