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Karrieretrends 2011
Karrieretrends 2010 ein Gastbeitrag von Karriereberaterin und Buchautorin Svenja Hofert
Hamburg. Xing ist out, Facebook wird zum In-Netzwerk – das ist nur ein Trend von vielen. Die Karriereberaterin und Buchautorin Svenja Hofert („Das Karrieremacherbuch. Erfolgreich in der Jobwelt von morgen“, Eichborn-Verlag), hat die wichtigsten Karriere-Trends 2011 zusammengestellt.
1. Starke Positionen für Bewerber
Es gibt wieder Aufträge und Jobs! Bewerber sind so gefragt, dass die positive Resonanz auf Initiativbewerbungen schon jetzt steigt. Gleichzeitig fragen Unternehmen verstärkt, wer aus ihrer Belegschaft Freunde für Neueinstellungen empfehlen kann. Die Zahl der Bewerbungen pro Ausschreibung sinkt und die Chance des Einzelnen steigt. Das zieht automatisch auch höhere Gehälter nach sich. Angestellte schauen neidisch auf frisch eingestellte Spezialisten, die z.B. zuvor freiberuflich gearbeitet haben und ihre Forderungen leicht durchsetzen können.
2. Netzwerk-Flucht: Du kriegst mich nicht!
Im Zuge der erhöhten Bewerbernachfrage dreht sich auch der Social-Networking-Trend. „Du kriegst mich nicht!“ – Das denken sich immer mehr Xing-Mitglieder, die in ihren Jobs gut aufgehoben sind und es satt haben, dauernd angeworben zu werden oder Kontaktanfragen von Leuten bekommen, die die 5.000-Kontakt-Grenze längst überstiegen haben. Da geht der moderne Jobsucher doch lieber ins internationalere Linkedin.com, wo eine Kontaktesammlung in der Xing-Sammel-Manier unüblich ist. Wer gar keinen Job braucht, sondern vor allem Vitamin B pflegen will, wandert ab zu Facebook – da lassen sich Interessen viel besser teilen. Und daran, dass unsere Daten unsicher sind, haben wir uns doch sowieso alle längst gewöhnt!
3. Jobs gezwitschert
Die Online-Stellenmärkte schmelzen dahin – stattdessen setzen Unternehmen vermehrt auf Anwerben über Twitter. Die Firmen wissen schon, warum Sie auf Twitter setzen: Wer hier aktiv ist, ist besser informiert und weiß, was morgen kommt. Twitterer gelten als offener – und offene Menschen brauchen die Unternehmen der Zukunft, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben wollen. Schade nur, dass die Quote der Twitter-Account–Inhaber mit 8,7% noch vergleichsweise gering ist (eCircle-Studie) und viele der neuen, spannenden Jobangebote somit ins Leere laufen.
4. Schneller und spezieller
Der Trend lässt sich nicht mehr umkehren, ist aber dennoch noch nicht in den Köpfen angekommen: Berufe im tertiären Sektor sterben und erholen sich auch nicht mehr von ihrem prekären Lohn-und Gehaltsniveau. Einfache Dienstleistungen, selbst in früher akademischen Bereichen wie zum Beispiel Support, Systemadministration, mancher Beratung und Programmierung (nicht Entwicklung!) verschwinden vom (deutschen) Markt. Angestellte und Selbstständige müssen sich neu positionieren und in den quartären Sektor wechseln, dort wo Wissen und Kreation im Vordergrund steht – etwas, das kein Computerprogramm ersetzen kann.
Kopf- und Kreativleistungen werden wichtiger, dafür verbilligt sich die Umsetzung. Beispiel: Während früher für Layout-Tätigkeiten Designer gefragt waren, die bestimmte Programme beherrschten, kann Layout dank der Vereinfachung von Programmen heute von fast jedem erledigt werden. Auch Organisation und Koordinierung ist zunehmend gefragt – die Zahl der Projektmanagementstellen steigt deshalb weiter. Da Effizienz dabei zentraler wird, gilt es hier mit Methodenwissen zu punkten, am besten zertifiziert.
5. Neue Jobprofile
Im Zuge dieser Trends entstehen auch neue Jobs, z.B. Twitter-Coaches und Social-Media-Manager. Ein prägnanter Vergleich zeigt: Fast 28.000 Stellenangebote von 1,2 Millionen bei Kimeta.de richten sich inzwischen an Experten für Social Media, nur noch rund 2.000 an Systemadministratoren. Zugleich verändern sich die Anforderungen nicht nur an die Technik, sondern auch an Marketing, Personal und Vertrieb, stark beeinflusst vom Internet und durch Möglichkeiten, die etwa das Neuromarketing bietet.
6. Bitte bindet euch!
Während die Arbeitnehmer vermehrt ausschwärmen, um bessere Jobs zu finden, versuchen Unternehmen, ihre Mitarbeiter zu halten und an sich zu binden. Dabei sind sie gezwungen, sich mehr Gedanken über Motivation zu machen – die in vielen Unternehmen praktisch auf der Strecke bleibt. Das Auto, lange Zeit Lockmittel Nummer 1, verschwindet in nicht mehr zeitgemäßen Dienstleistungsverordnungen. Iphone und UMTS-Karte bieten auch schon lange keinen Motivationskick mehr. Es bleibt nur eins: Arbeitgeber müssen mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit- und Ortsgestaltung bieten – und spannende Aufgaben.
Svenja Hofert
ist Expertin für neue Karriere und Autorin zahlreicher Karriere- und Bewerbungsratgeber sowie Inhaberin der Hamburger Karriereberatung “Karriere & Entwicklung” (www.karriereundentwicklung.de).
Sie ist auch Autorin des Buches: „Das Karrieremacherbuch: Erfolgreich in der Jobwelt der Zukunft“ (176 Seiten, 17,95 EUR, ISBN: 3821859911).
Arbeitslosengeld: Antrag, Bewilligung, Geld
Wer Arbeitslosengeld beantragt oder Arbeitslosengeld beantragen muss, der hat es so oder so nicht leicht in unserer heutigen Zeit.
Wir wünschen allen denen es so geht alles alles Gute und vor allem, dass Sie ganz schnell wieder einen tollen Job finden
. Das passende Stellenangebot finden Sie auf unseren Jobbörsen.
Denn auf Dauer macht arbeitslos sein keinen Spass, dass kann man sich denken.
Wir haben ein paar Karriere Tipps in kompakter Form, damit Ihr wisst auf was zu achten ist wenn man Arbeitslosengeld beantragen will.
Was muss man beim Arbeitslosengeld wissen?
* Arbeitslosengeld
* Antrag
* Bewilligung
* Geld
Dinge wie die Formulare bzw. die Anträge ALG 1 bzw. den Antrag auf freiwillige Weiterversicherung § 28a SGB III finden sich dann ebenso wie Dokumente zur Antragserstellung bei der Bundesagentur für Arbeit.
Wir gehen hier auf die Fakten ein und geben Tipps zur Antragserstellung ALG 1:
Es gilt zunächst mal folgende Regel, egal wer kündigt oder gekündigt wird, Sie stehen in der Pflicht sofort nach Kenntniss der Arbeitslosigkeit sich bei der Arbeitsagentur zu melden und zwar binnen zehn Tagen. Sonst ist es zu spät und dies kann dann sein, dass dies zu einer Sperrfrist führt. Erst wenn Ihr Antrag bewilligt ist, bekommen Sie Geld, das Arbeitslosengeld. Außer Sie sind in der Sperrfrist.
Und genau zu jener Sperrfrist beim Arbeitslosengeld haben wir ein interessantes Gerichtsurteil.
Wenn ein Arbeitnehmer aus wichtigem Grund selbst kündigt, dann darf ihm die Arbeitsagentur bzw. die Bundesagentur für Arbeit nicht für drei Monate bzw. 12 Wochen sperren, wie dies normal wäre bei einer “Eigenkündigung”.
Wann gilt jedoch diese Aufhebung der Sperrfrist? Z.B. im Falle einer objetiv vorhandenen Überforderung so entschied jüngst das Hessische Landesozialgericht ( AZ: L 9 AL 129/08) wie man der Deutsche Anwaltsauskunft in Berlin entnehmen konnte. In diesem Falle betraf es einen Busfahrer, der seinen Job seine Arbeitstelle kündigte. Laut dem Arbeitsamt sollte er nun eine 12 wöchige Sperrfrist bekommen, in der er keine Bezüge auch nicht von der Arbeitsagentur erhalten hätte. Erst dann würde er sein Arbeitslosengeld erhalten. Hier klagte der Busfahrer nun erfolgreich. Er hätte wohl erst jeweils am Vorabend erfahren, wann und ob er arbeiten sollte. Um dann seine langen – nicht erlaubten – Fahrzeiten zu vertuschen ging er wohl sogar soweit, dass er mehrere Fahrtenschreiber Karten nutzte. Und zwar auf Weisung der Verkehrsbetriebe.
Aus diesem Grunde lehnten die Richter eine Sperrfrist ab, da es sich nach Ihrer Meinung um “einen wichtigen Grund ” handelte, der zu seiner eigenen Kündigung führte.
Die dann nach Angaben der Richter zu keiner Sperrfrist führt, da schlechte Arbeitsbedingungen vorherrschten.
Interessantes Arbeitsrechtliches Urteil wie wir meinen.
Wir freuen uns auf Eure Kommentare, was haltet Ihr von dem Urteil, und seht Ihr es ähnlich?




