Die hinter der Bild-Zeitung stehende Axel Springer AG gibt Vollgas, nachdem nun unter anderem in den letzten Jahren Meingutscheincode.de, Stepstone.de und eine Immobilien-Seite in Frankreich gekauft wurde, kauft man heute zu 100 % die Online Rubrikenseite = classifieds Meinestadt.de. Die hinter meineStadt.de steckende Allesklar.com AG macht im Übrigen einen Umsatz im Jahr 2011 von umsatz = 23.075.804 € also 23 Mio. Euro und dabei einen Bilanzgewinn von 4.453.918,82 €, was mich zu der Tatsache bringt, dass mindestens 35-45 Millionen Euro für den Deal geflossen sind. Eine Summe, die doch ganz nett ist. Holtzbrinck kann das nach dem Totalausfall von StudiVz.de und Co. sicher gut gebrauchen! Und die Gründerfamilie auch! Glückwunsch dazu! Die genauen Zahlen finden wir dann auf alle Fälle in der nächsten Bilanz der Axel Springer AG, denn die ist ja börsengelistet.
Wow, welch ein Deal, denn hinter der Seite stehen Seiten, die traffic liefern zu:

(Quelle: meineStadt.de)
Und da dies perfekt in das Springersche Imperium passt hat man nun den Altgesellschaftern (der Gründerfamilie Stegger (56,1%) sowie Holtzbrinck Digital (43,9%)) - ein Angebot gemacht, welches Sie nicht ausschlagen konnten. :-) Die genaue Summe ist uns aktuell noch nicht bekannt, aber wir werden uns mal umhören, wie teuer die Nummer war. Interessant ist dies auf alle Fälle!
Hier die gesamte Meldung zu meinestadt.de im Wortlaut:
Di, 21.08.12 14:23
Axel Springer übernimmt Städteportal meinestadt.de
BERLIN (dpa-AFX) – Das Medienhaus Axel Springer (‘Bild’, ‘Die Welt’) übernimmt gemeinsam mit dem US-Investor General Atlantic das Städteportal meinestadt.de. Damit baue der Konzern sein Portfolio überregionaler Marktplätze für Rubrikenanzeigen aus, teilte Axel Springer am Dienstag in Berlin mit. Axel Springer und General Atlantic übernehmen dabei 100 Prozent der Aktien an der allesklar.com AG, Muttergesellschaft von meinestadt.de. Verkäufer sind die Gründerfamilie Stegger (56,1 Prozent) sowie Holtzbrinck Digital Strategy (43,9 Prozent). Die Übernahme muss noch vom Kartellamt genehmigt werden.
Das Portal mit rund 300 Mitarbeitern zählt jeden Monat mehr als 8 Millionen Einzelnutzer. Anfang März 2012 hatten Axel Springer (70 Prozent) und der Investor General Atlantic (30 Prozent) die Axel Springer Digital Classifieds GmbH gegründet. Sie betreiben unter anderem die Online-Jobbörse StepStone sowie die französischen und deutschen Immobilienportale SeLoger und Immonet./ee/DP/fbr
(Quelle dpa)
Interessant aber für uns ist eine Tatsache, die wohl gerade niemand auf dem Schirm zu haben scheint, denn in der GAP – der General Atlantic Partners führt ein Mann die Geschäfte in Deutschland, der kein Unbekannter ist. Und zwar Klaus Esser, der Ex CEO der Mannesmann D2 Gruppe, die ja dann für mehrere hunderte Millionen DM an Vodafone verkauft wurden!
Siehe Wikipedia!
Übernahme durch Vodafone
Bevor dieser Plan jedoch umgesetzt werden konnte, begann Ende 1999 das britische Mobilfunkunternehmen Vodafone plc mit Bestrebungen zu einer feindlichen Übernahme von Mannesmann (der bis dahin größten in Deutschland). Nach einer monatelangen Übernahmeschlacht stimmte der Aufsichtsrat am 4. Februar 2000 dem Aufkauf zu. Die Minderheitsaktionäre wurden per Squeeze-out zwangsweise abgefunden.
Der Mannesmann-Konzern verlor somit nach dem erfolgreichsten Geschäftsjahr seiner Unternehmensgeschichte (Geschäftsbericht 1999: Umsatz 23,27 Mrd. €, 130.860 Beschäftigte weltweit) seine Selbstständigkeit und wurde in der Folge aufgespalten. Die letzte Hauptversammlung unter der Firma Mannesmann AG fand am 22. August 2001 statt.
Die Umstände der Übernahme und die für deutsche Verhältnisse hohen ‘Abfindungen’ an führende Köpfe des Unternehmens führten 2004 zur Eröffnung eines strafrechtlichen Verfahrens vor dem Landgericht Düsseldorf (sog. „Mannesmann-Prozess“). Die Angeklagten, darunter der zum Zeitpunkt der Übernahme amtierende Vorsitzende des Aufsichtsrats Josef Ackermann und der Vorstandsvorsitzende Klaus Esser, wurden am 22. Juli 2004 vom Landgericht zunächst freigesprochen. Nach einem Revisionsverfahren hob der Bundesgerichtshof am 21. Dezember 2005 die Freisprüche wieder auf und verwies das Verfahren zur Neuverhandlung an das Landgericht zurück. Am 29. November 2006 wurde das Verfahren jedoch gegen Zahlung einer Geldauflage in Millionenhöhe eingestellt.